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Wasserstoffkonzentration in der Atemluft

Erhöhte Wasserstoffkonzentrationen in der Atemluft nach Abgabe von Laktose, Fruktose oder Glukose geben Hinweise auf entsprechende Kohlehydrat-Intoleranzen. Der Wasserstoff wird durch Bakterien in der Darmflora produziert, wenn die Kohlehydrate nicht vorgängig verdaut und damit aufgenommen werden konnten. Die Messungen erfolgen mit einem speziellen Wasserstoffmonitor auf nüchternen Magen. Sie werden alle halbe Stunde nach Einnahme des entsprechenden Kohlehydrates durchgeführt und dauern insgesamt 2 Stunden.

Unbehandelte und unberücksichtigte Kohlehydratintoleranzen können schwerwiegende Symptome und Folgeerkrankungen nach sich ziehen wie z.B.:

  • Verdauungsstörungen
  • Leistungsabfall
  • Energielosigkeit/Konzentrationsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen (Roemheld-Syndrom)
  • Depressionen
  • Nährstoffmängel
  • Nahrungsmittelallergien
  • etc.


Laktoseintoleranz

Laktose ist ein Zweifachzucker, welcher aus einem Anteil Galaktose und einem Anteil Glukose besteht. In einem gesunden Darm wird der Zweifachzucker durch das Enzym Laktase aufgespalten und resorbiert. Liegt jedoch ein Enzymmangel vor, erfolgt die Spaltung und damit die Aufnahme nicht oder nur ungenügend. In der Folge gelangen nun Darmbakterien in den Genuss von übermässig viel Kohlehydraten und produzieren eine entsprechende Menge Wasserstoff- und Methangas, was zu Blähungen, Bauchkrämpfen und Durchfall führen kann. Der von den Bakterien produzierte Wasserstoff gelangt über die Blutbahn in die Lunge, wird dort abgeatmet und kann deshalb in der Atemluft gemessen werden.

Die Messungen mit einem speziellen Wasserstoffmonitor werden durch kontinuierliches Einblasen von Atemluft vor und nach Einnahme von 50 g Laktose alle 30 Minuten während zwei Stunden durchgeführt. Als Kontrolle wird im gleichen Rhythmus mittels Blutzuckerbestimmung die aufgenommene Glukosemenge bestimmt (Laktosetoleranz).

Steigt die Wasserstoffkonzentration innerhalb der zwei Stunden über 20 ppm, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich. Ein Anstieg der Blutzuckerwerte unterhalb der Grenze von 1 mg/dl bestätigt die Wasserstoffmessung. Beurteilt werden aber auch auftretende Reaktionen nach der Einnahme der Laktose: Unwohlsein, Blähungen, Durchfall etc. Solche Reaktionen weisen auch bei unauffälligen Wasserstoffkonzentrationen auf eine Laktoseintoleranz hin.

 


Fruktoseintoleranz

Fruktose ist ein Einfachzucker, welcher für die Aufnahme durch die Darmwand ein Protein benötigt. Steht dieses von der Darmschleimhaut selbst hergestellte Glut-5-Protein nicht oder nur in ungenügendem Masse zur Verfügung, kann die Fruktose nicht aufgenommen werden. Dadurch gelangt sie in die hinteren Darmabschnitte, wo sie durch Darmbakterien unter Abspaltung von Wasserstoff- und Methangas verstoffwechselt wird. Der Waserstoff gelangt über die Blutbahn in die Lunge, wird dort abgeatmet und kann somit in der Atemluft gemessen werden.

Die Messung der Wasserstoffkonzentration erfolgt vor und nach der Einnahme von 25 - 50 g Fruktose durch Einblasen der Atemluft in einen Wasserstoffmonitor alle 30 Minuten während zwei Stunden. Steigt die Wasserstoffkonzentration während dieser Zeit über 20 ppm, ist eine Fruktoseintoleranz wahrscheinlich. Ein positiver Befund wird auch dann angenommen, wenn in Folge der Fruktoseaufnahme Verdauungsstörungen wie Unwohlsein, Blähungen, Durchfälle etc. auftreten.

 

Glukoseintoleranz

Glukose, im Volksmund auch Traubenzucker genannt, ist der eigentliche Treibstoff für die Energiegewinnung unserer Zellen. Liegt im Dünndarm eine Fehlbesiedlung mit Dickdarmbakterien vor (Overgrowth-Syndrom), kann die Glukose u.U. noch vor ihrer Aufnahme ins Blut von diesen Bakterien unter Produktion von Wasserstoff- und Methangas verstoffwechselt werden

Ein rascher Anstieg der Wasserstoffkonzentration (über 20 ppm) in der Atemluft nach Einnahme von ca. 50 g Glukose gibt Auskunft über das Vorhandensein von unphysiologischen Darmbakterien im oberen Dünndarmabschnitt.

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Unsere Praxis ist wie folgt geöffnet:

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